Gefördertes Projekt für Nachbarschaftshilfen
Digital. Vernetzt.
Gemeinsam wirksam.
Digitale Vernetzung und Professionalisierung von Nachbarschaftshilfen
Gemeinsam die Zukunft der Nachbarschaftshilfen gestalten
Gemeinnützige Nachbarschaftshilfen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der sozialen Infrastruktur in Hessen. Sie ermöglichen älteren und pflegebedürftigen Menschen, möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Zuhause zu leben, entlasten pflegende Angehörige und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Städten und Gemeinden.
Mit dem demografischen Wandel wächst jedoch der Bedarf an diesen Angeboten kontinuierlich. Gleichzeitig stehen viele Nachbarschaftshilfen vor immer größeren organisatorischen Herausforderungen. Ohne gezielte Unterstützung droht wertvolles ehrenamtliches Engagement an bürokratischen Hürden und fehlenden Ressourcen zu scheitern.
Gemeinnützige Nachbarschaftshilfen leisten in Hessen jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag. Sie ermöglichen älteren Menschen, möglichst lange selbstbestimmt in ihrem Zuhause zu leben, entlasten pflegende Angehörige und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort.
Doch während der Bedarf an Unterstützung kontinuierlich wächst, stoßen viele Vereine zunehmend an ihre Grenzen.
Große Herausforderungen für kleine Vereine
Seit der Gründung des Landesverbandes der Nachbarschaftshilfen Hessen e.V. haben sich zahlreiche bestehende und neu entstehende Nachbarschaftshilfen mit Beratungs- und Unterstützungsanfragen an den Verband gewandt. Gespräche mit Verantwortlichen aus Vereinen, Kommunen und Landkreisen zeigen ein deutliches Bild: Besonders kleinere gemeinnützige Organisationen verfügen häufig nicht über die personellen und organisatorischen Ressourcen, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Gleichzeitig nimmt der Unterstützungsbedarf älterer Menschen spürbar zu. Themen wie Einsamkeit, demografischer Wandel und der Wunsch, möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben zu können, machen leistungsfähige Nachbarschaftshilfen wichtiger denn je.
Wo die größten Herausforderungen liegen
Viele Nachbarschaftshilfen arbeiten noch mit traditionellen Strukturen, die den heutigen Anforderungen kaum noch gerecht werden. Dazu gehören unter anderem:
- Hilfeanfragen und Einsätze werden häufig noch telefonisch oder manuell organisiert.
- Ehrenamtliche übernehmen neben ihrer eigentlichen Hilfeleistung zahlreiche Verwaltungs- und Organisationsaufgaben.
- Der Austausch von Wissen, Erfahrungen und guten Ideen zwischen den Vereinen findet nur selten statt.
- Digitale Kompetenzen und der Einsatz moderner Werkzeuge sind sehr unterschiedlich ausgeprägt und häufig noch ausbaufähig.
- Der Handlungsdruck wächst stetig, da immer mehr ältere Menschen von Einsamkeit betroffen sind und Unterstützung benötigen.
- Auch der Landesverband stößt mit der persönlichen Beratung durch den ehrenamtlichen Vorstand an seine Kapazitätsgrenzen.

Mit dem Projekt „Digitale Vernetzung und Professionalisierung von Nachbarschaftshilfen in Hessen“ schafft der Landesverband eine zukunftsweisende Infrastruktur für gemeinnützige Nachbarschaftshilfen.
Im Mittelpunkt stehen digitale Werkzeuge, Qualifizierungsangebote und ein landesweites Netzwerk, das den Austausch von Wissen, Erfahrungen und bewährten Lösungen erleichtert. Vereine sollen organisatorisch entlastet, Ehrenamtliche gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen Nachbarschaftshilfen, Kommunen und weiteren Partnern nachhaltig verbessert werden.
Dabei geht es nicht um Digitalisierung um ihrer selbst willen, sondern darum, mehr Zeit für das Wesentliche zu schaffen: die Unterstützung von Menschen.
Unsere Ziele
Mit dem Projekt wollen wir:
- gemeinnützige Nachbarschaftshilfen organisatorisch und digital stärken,
- Ehrenamtliche von Verwaltungsaufgaben entlasten,
- digitale Kompetenzen gezielt ausbauen,
- den landesweiten Wissens- und Erfahrungsaustausch fördern,
- die Gründung neuer Nachbarschaftshilfen erleichtern,
- bewährte Lösungen hessenweit verfügbar machen,
- die Qualität und Zukunftsfähigkeit der Angebote sichern und
- älteren Menschen auch künftig ein selbstbestimmtes Leben in ihrer vertrauten Umgebung ermöglichen
Ziel ist es, gemeinnützige Nachbarschaftshilfen durch digitale Lösungen, moderne Vernetzungsangebote und praxisnahe Qualifizierung nachhaltig zu stärken. Digitale Werkzeuge sollen organisatorische Abläufe vereinfachen, Ehrenamtliche entlasten und den Austausch zwischen den Vereinen fördern. Gleichzeitig entsteht ein landesweites Netzwerk, in dem Wissen, Erfahrungen und erfolgreiche Praxisbeispiele unkompliziert geteilt werden können.
Wirkung für Hessen
Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur sozialen Daseinsvorsorge in Hessen. Es stärkt das Ehrenamt, verbessert die Zusammenarbeit zwischen gemeinnützigen Akteuren und schafft nachhaltige Strukturen für eine älter werdende Gesellschaft.
Durch die digitale Vernetzung entstehen Synergien, von denen alle profitieren: Vereine arbeiten effizienter, Ehrenamtliche werden entlastet, Kommunen erhalten starke Partner vor Ort und ältere Menschen profitieren von verlässlichen, wohnortnahen Unterstützungsangeboten.
So werden Nachbarschaftshilfen zukunftsfähig aufgestellt – damit sie auch in den kommenden Jahren verlässliche Ansprechpartner für ältere Menschen, pflegende Angehörige und ihre Kommunen bleiben.
So entsteht ein starkes Netzwerk, das Nachbarschaft lebt – heute und in Zukunft.
Projektträger:

Wissenschaftliche Begleitung:

Gefördert von:
